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Sri Ramana Maharshi

"Die Frage ,'Wer bin Ich?', bedeutet wirklich, die Quelle des Egos, die Quelle des Ich-Gedanken herauszufinden. Du solltest dich nicht mit anderen Fragen beschäftigen , wie etwa ' Ich bin nicht der Körper'. Die Quelle des Ich-Gedanken zu finden ist ein Mittel, das jeden anderen Gedanken verschwinden lässt. Du solltest deine Aufmerksamkeit nicht auf andere Gedanken richten, sondern die Quelle des Ich-Gedanken finden. Wenn du fragst, wem diese Gedanken erscheinen und du sagst 'mir', dann kehre zu der Frage zurück, 'Wer bin ich' und was ist die Quelle dieses 'Ichs'?"

Sri Ramana Maharshi wurde am 30. Dezember 1879 in Tiruchuli, Tamil Nadu, Indien geboren.Er war der 2. von 3 Söhnen des Anwaltes Sunderam Aiyar und seiner Frau Alagammal. Das Kind erhielt den Namen Venkataraman. Venkataraman besuchte die Grundschule in Tiruchuli. Er ist zwölf Jahre alt als sein Vater 1892 stirbt.Er wird er zu seinem Onkel nach Madurai geschickt und besucht dort zunächst die Scott's Middle School und anschließend die American Mission High School.
Venkataraman war kein besonders guter Schüler und auch an religiösen Fragen nicht sonderlich interessiert.
Das erste Ereignis, das erwähnenswert ist aus dieser Zeit geschah im November 1895. Ein Verwandter, der von einer Reise nach Tiruvannamalai zurück gekehrt war erzählte ihm vom Berg Arunachala. Der Name des Berges schien auf Venkataraman einen tiefen Eindruck zu machen.
1896, er ging zu dieser Zeit noch zur Middle School in Madurai geschah das, was er selbst als "Todeserfahrung" bezeichnete.
Er saß allein in der ersten Etage des Hauses seines Onkels, als er spürte, daß irgendetwas mit seinem Körper geschah. Plötzlich überkam ihn große Angst zu sterben. Er glaubte sterben zu müssen, obwohl es dafür in seinem Körper keine Anzeichen gab. Anstatt einen Doktor aufzusuchen, entschied er sich das "Problem" selbst zu lösen:

"Der Schock brachte mich dazu nach innen zu schauen. Ich sagte zu mir selbst, 'jetzt kommt der Tod. Was bedeutet das? Was ist das, das stirbt? Dieser Körper stirbt.' Ich begann sofort diese Empfinden des Sterbens zu verstärken. Ich streckte meine Glieder aus und hielt sie steif wie in Rigor Mortis.
'Nun denn', sagte ich zu mir,'dieser Körper ist tot. Er wird zur Verbrennungsstätte gebracht und zu Asche verbrannt. Aber, wenn der Körper tot ist, bin ich dann auch tot? Bin ich der Köper? Dieser Köper ist ruhig und leblos, aber ich fühle die ganze Kraft meiner Persönlichkeit und den Klang des ICH in mir, getrennt von meinem Köper. Also bin ICH der unsterbliche Geist (Spirit), das was den Körper transzendiert.'
Das Ganze war nicht einfach nur ein intellektueller Prozeß. Es erstrahlte plötzlich in mir als lebendige Wahrheit."

Dieser ganze Prozeß dauerte nicht länger als eine Stunde. Die Angst vor dem Tod war verschwunden, die Identifizierung mit dem Körper als "ICH" hatte sich aufgelöst. Ohne langjährige, anstrengende Übungen und Meditationen(Sadhanas) war dem 17jährigen Venkataraman "SELBSTERKENNTNIS"(SELF-AWARENESS) widerfahren.
Von diesem Moment an war das Leben des Jungen völlig verändert. Er verlor jegliches Interesse an seiner Umgebung, seinen Bekannten und Freunden, seinen Studien. Auf seine Umgebung wirkte er einerseits gleichgültig aber auch sanft und liebevoll. Was das Essen betrtaf, nahm und aß er alles, was ihm gegeben wurde, selbst wenn es verottet war.
Er , der sich vorher nicht für die Religion interssierte, begann nun täglich zum Temple zu gehen und dort den größten Teil des Tages zu verbringen.
Am 29.August 1896 verließ er Madurai in Richtung Arunachala.
Der Brief den er seinen Verwandten hinterließ lautete:

" 'Ich' gehe von hier, auf die Suche nach meinem Vater, seinen Anweisungen folgend. 'Das' begibt sich auf ein tugendhaftes Unternehem. Es gibt keinen Grund darüber zu klagen. Um es durchzuführen wird kein Geld gebraucht. Die Gebühr für das College wurde noch nicht gezahlt, 2 Rupees sind beigelegt.
In diesem Sinne......."

Am 1.September 1896 traf er in Tiruvannamalai ein und begab sich sofort zum ArunachaleshwaraTempel. Er läßt sich die Haare abschneiden, legt seine Kleider ab und nur mit einem Lendenschurz bekleidet verbringt er die meiste Zeit in Stille. Immer wieder gestört durch andere Tempelbesucher zieht er sich in einen Kellerraum (Patala Lingam) in der Halle der Tausend Säulen zurück.
Wieviel Zeit er dort verbracht hat ist nicht bekannt, aber als er dort gefunden wurde, in tiester Stille sitzend waren seine Beine übersät mit offenen Wunden voller Eiter und Würmer hatten sich darin eingenistet.
Wie schlimm der Anblick auch gewesen sein mag, so hatte er jetzt die Achtung der lokalen Saddhus.
In der Folgezeit verweilte er an verschiedenen Orten am Fuße des Arunachala. Langsam aber stetig versammelte sich eine wachsende Schar von Schülern um Ihn.
Im Jahre 1899 zieht er in die Virupaksha Höhle am Hang des Berges, die für die nächsten 17 Jahre seine Unterkunft bleibt. In dieser Zeit hören immer mher Menschen von diesem Jungen Saddhu am Fuße des Arunachala. Unter denen die zu Ihm kommen ist Ganapati Muni, ein Dichter und Lehrer der selbst viele Schüler um sich versammelt hatte. Nach vielen Jahren Sadhanas und Meditationen, war er voller Zweifel über die Effektivität seiner Bemühungen und befragt den Jungen Saddhu Der antwortet Ihm:

"Wenn du wahrnimmst, wann der Gedanke "Ich" erscheint, wird der mind darin absorbiert. Das ist Tapas(spirituelle Ubung).
Wenn du ein Mantra wiederholst, und das Gewahrsein auf die Quelle gerichtet ist wo das Mantra ensteht, wird der mind absorbiert. Das ist Tapas."

Ganapati Muni wird zu seinem bekanntesten Schüler und nennt ihn SRI BAGHAVAN RAMANA MAHARSHI. Er komponiert Hymnen zu Ehren Ramanas und schreibt das RAMANA-GITA in dem er versucht Ramanas Lehre zu erklären. 1911 kommt der erste Europäer zu Ramana - F.H.Humphreys. Der veröffentliche seine Begegnungen mit Ramana in der "International Psychic Gazette". Doch erst Paul Brunton sollte durch sein Buch " Search in Secret India" Ramana einer größeren Zahl von westlichen Suchern bekannt machen. Im Jahre 1916 zieht seine Mutter nach Tiruvannamalai um in seiner Nähe zu sein und wird bis zu Ihrem Tode mit ihm in dem kleinen Skandashram leben, der oberhalb der Virupaksha Höhle am Hange des Arunachala liegt. Über ein halbes Jahr lang ging Ramana fast täglich zu der Stelle an der der Körper seiner Mutter verbrannt und begraben wurde. Eines Tages bleibt Ramana an diesem Ort und kehrt nicht mehr zurück zum Skandashram.
Er sagte später darüber, daß nicht er den Skandashram verlassen wollte um sich an dieser Stelle niederzulassen, sondern daß er nur einem höheren Willen folgte.
An dieser Stelle, am südlichsten Hang des Arunachala, entsteht der Ramana Maharshi Ashram, der noch heute ein großer Anziehungspunkt für Sucher aus der ganzen Welt ist.

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